Römisch Katholische Pfarre Franz Xaver Lochau

Landstraße 15
6911 Lochau
Telefon: +43 5574 42433
E-Mail: kanzlei@pfarre-lochau.at
Web: www.pfarre-lochau.at

Der Bau der heutigen Lochauer Pfarrkirche in den Jahren 1843/44 bereitete den Weg zur Errichtung der Pfarre Lochau. Wie die meisten der um Bregenz liegenden Gemeinden, war auch Lochau kirchlich Teil der Pfarre St. Gallus, Bregenz. Die Bestrebungen nach einer eigenen Pfarrei zeigen allerdings viel weiter zurück. Schon im Jahr 1561 ist in einem Schreiben von Papst Pius IV. davon die Rede, dass Johannes Werner von Raitau, Herr zu Lochen und Hofen um die Errichtung der Pfarre bittet. Bis zur Verwirklichung sollte es allerdings noch fast 300 Jahre dauern.

Blühende Bäume, im Hintergrund der Kirchturm der Pfarrkirche Lochau

Römisch Katholische Pfarre Herz Jesu, Bregenz

Kolpingplatz 1
6900 Bregenz
Telefon: +43 5574 90180
E-Mail: pfarrbüro@kath-kirche-bregenz.at
Web: www.kath-kirche-vorarlberg.at/bregenz

Die Kirche ist dem Herzen Jesu geweiht: Sie ist auch im kirchlichen Leben das „Herz“ der Pfarrgemeinde. Sie wurde von 1905 bis 1908 im neugotischem Stil erbaut und im Jahr 1958 sowie zwischen 1992 und 1984 renoviert. Vorher gehörten die Ortsteile Bregenz Nord und Lochau Süd zu St. Gallus.

Kapellen

Kapelle Flühlen (Flühlen)

Gemauerter Rechteckbau mit 3/8-Schluss aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, eternitgedecktes Satteldach mit Glockentürmchen, Putzquaderung an den Ecken, Spitzbodenportal und Spitzbogenfenster an den Längsseiten; im inneren Betraum mit Spitztonne und historischer Ornamentmalerei, neuromanischer Altar mit Kruzifixus des 19. Jahrhundert.

Kapelle Heilige Dreifaltigkeit (Fallenberg)

2003 an Stelle mehrerer Vorgängerbauten errichteter verschindelter Holzbau unter Satteldach mit Glockenturm auf Betonsockel.

Magdalena Kapelle (Bregenzer Straße)

1643 - erste verbriefte Erwähnung der Kapelle in einem Urbar des Klosters Mehrerau zur Klausmühle.
1648 - Pater Franz Ransperg, Chronist und Verfasser vieler Urkunden und Schriften jener Zeit, weist die Kapelle in seinem „Vorarlberger Kriegsgeschichtsbuch 1600 bis 1648“ bzw. in seinen Plänen über die Verteidigungsanlagen an der Schanz gegen die Schweden aus.
1831 - Ing. Alois von Negrelli - damals Adjunkt und Kreis-Bauamtsleiter in Bregenz - verlegt die durch die Tore an der Schanz, am Klausberg und an der Unoth führende steile Bergstraße an das Bodenseeufer. Dabei wurde die Magdalena-Kapelle verlegt und (250jährig) neu errichtet. Dafür spricht auch die Feststellung des Bundesdenkmalamtes 1986, dass die „derzeit“ ruinöse Kapelle aus der Biedermeierzeit 1800 bis 1848 stammen dürfte.
1834 - In der Standrede von Stadtpfarrer Ch. Anton Walser, anlässlich der hier wohl letzten Hinrichtung am 12. Dezember (Joh. Georg Rohner wegen Mord), ist die Kapelle als „Armensünderkapelle“ ausgewiesen. In den Überlieferungen zur 400jährigen Kapelle weisen die Bezeichnungen „Galgenkapelle“, „Büßerkapelle“, „Magdalena-Kapelle nach Magdalena der Büßerin“, „Armensünderkapelle“ doch deutlich auf die Verwendung und Veranlassung der Kapelle an der ehemaligen Richtstätte hin.

Kapelle Heilige Theresia (Pfänder)

1929 nach Plan von Anton Reichart errichteter Holzbau mit eingezogenem polygonalem Chor, schmalem offenem Vorzeichen unter Walmdach mit Glocken-/Zwiebelturm. Im Inneren tonnengewölbter holzgetäfelter Betraum mit kleiner Empore in sehr qualitätsvoller Ausführung; Altarbild Heilige Theresia vor Maria mit Kind, Seitenaltäre um 1930.

Kapelle Heiliger Rochus (Kugelbeer)

Einfacher, gemauerter Rechteckbau unter biberschwanzziegelgedecktem Satteldach aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts; asymmetrische Eingangstüre; im inneren Betraum mit Holzbalkendecke und Flügelaltar aus der Pfarrkirche von Lochau um 1890.

Kapelle Herz Jesu (Haggen)

Der Ursprung dieser Kapelle ist nicht mehr überliefert, liegt aber ohne Zweifel schon sehr weit zurück. Sicher aber ist ihr Standort von einem oder auch von mehreren frommen Vorfahren wohlüberlegt gewählt worden. Steht sie doch an einem wichtigen Kreuzungspunkt der alten Tauf-, Hochzeits- und Bahrwege am Lochauer Berg.
Hier, an der uralten Fahrstraße von Lochau-Kugelbeer zum Pfänder, nahmen die weiteren Wege zu den Anwesen am Grünegger, der alte Weg über Altreute zum Hintermoos und Pfänder, der Weg über Buchenberg und Flühlen zum Pfänder, sowie auch der steile Fußweg über den Stehlen hinunter zur Klausmühle ihren Anfang.
Die „Berger“ gehörten ja bis in die jüngste Zeit nach Erbauung der neuen Pfänderstraße, also noch rund 100 Jahre länger als die Lochauer Talbewohner, kirchlich zur ehemaligen gemeinsamen Mutterpfarre Bregenz.
Verständlich, dass unsere gläubigen Vorfahren nach mühsamem Aufstieg oder vor dem beschwerlichen Bergab das Bedürfnis hatten, hier eine kurze Rast an besinnlicher Stätte zu halten. Ein Gasthaus war ja bis zur letzten Jahrhundertwende nicht in der Nähe.
Wer weiß, ob die Kapelle nicht schon nach dem Schwedeneinfall anno 1646/47 als Stätte der Besinnung und Erinnerung an unsere gefallenen Landsleute erstellt wurde? Es fanden ja besonders in dieser Umgebung die schwersten Abwehrkämpfe statt.