Mittelschule Lochau setzt beim Abstandhalten auf Technik

Dass Abstand halten oftmals gar nicht so einfach ist, weil man schlichtweg nicht daran denkt, hat bestimmt jeder schon aus eigener Erfahrung gelernt. Den Schülern und Pädagogen der Mittelschule Lochau wird das zur Zeit durch ein kleines Gerät erleichtert. Seit vergangener Woche kommt dort der von der Firma Heron entwickelte Abstandswarner SAFEDI zum Einsatz. Initiiert und gesponsert wurde die Idee vom Lochauer Unternehmer Andreas Karg. Bei den Schulverantwortlichen in Lochau, denen Karg seine Idee unterbreitete, fand er sofort ein offenes Ohr.

100 Testpersonen

Die Mittelschule Lochau setzt die Geräte in allen Klassen ein, um Schüler und Lehrer beim Abstandhalten zu unterstützen. Insgesamt wurden 100 Personen mit SAFEDI ausgerüstet. Am Ende des Schultages wird SAFEDI von allen wieder in der Ladestation hinterlegt.

„Etwas Kopfzerbrechen hat uns doch die Befürchtung bereitet, dass die Kinder eventuell mit den Geräten herumspielen könnten. Doch diese Sorge war glücklicherweise unbegründet. Die Kinder haben eine unglaubliche Disziplin gezeigt und das Abstandhalten sehr schnell verinnerlicht,“ so Direktor Herbert Fetz.

Schutz vor Ausbreitung

Ziel ist es, Schüler, Lehrer und Eltern und damit die Gemeinschaft vor Coronavirus-Infektionen zu schützen. Ein weiterer Vorteil des Abstandswarners: Würde es zu einem Coronafall in einer Klasse kommen, müsste nicht die gesamte Schule geschlossen werden.

SAFEDI unterstützt mit Abstandswarnung per Bluetooth die Nutzer dabei, eine sichere Distanz zu anderen SAFEDI-Inhabern einzuhalten. Wird der Mindestabstand im besonders für Infektionen gefährdeten Gesichtsbereich unterschritten, löst das Gerät sofort optische und akustische Signale aus. Im Falle einer bestätigten Infektion kann mit Hilfe des anonymen Nahkontakt-Tagebuchs die Infektionskette genau nachvollzogen werden. Personenbezogene Daten werden nicht gespeichert.

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