Land Vorarlberg bittet um Mithilfe gegen Japankäfer
Die Bevölkerung wird gebeten, auf verdächtige Käferfunde zu achten und diese umgehend dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst zu melden.
Im grenznahen Bereich zu Vorarlberg gab es bereits seit 2024 mehrere Einzelfunde. Im Juli 2025 wurde erstmals ein Japankäfer in Österreich nachgewiesen. Im Zuge weiterer Erhebungen wurden im selben Jahr vier weitere Exemplare in der Nähe des ersten Fundortes in Hörbranz bestätigt.
Vorarlberg betreibt bereits seit mehreren Jahren ein landesweites Fallennetz, das sich vorrangig entlang der Hauptverkehrsrouten sowie an Grenz- und Zollstellen erstreckt. Seit dem Erstfund wurden die Überwachungsmaßnahmen deutlich intensiviert, um ein mögliches Auftreten dieses Schädlings frühzeitig zu erkennen.
Ziel der laufenden Kontrollen ist es, eine mögliche Ansiedlung des Japankäfers so früh wie möglich festzustellen und rasch geeignete Maßnahmen zum Schutz von Landwirtschaft, Gartenbau und dem heimischen Pflanzenbestand einzuleiten. Die Maßnahmen basieren auf dem österreichischen Notfallplan für den Japankäfer, der das Vorgehen bei Verdachts- und Befallsfällen klar regelt.
Bedeutung des Japankäfers für die Landwirtschaft
Der Japankäfer (Popillia japonica) stammt ursprünglich aus Ostasien und zählt in Europa sowie Nordamerika zu den invasiven Schädlingen. Für die menschliche Gesundheit ist er ungefährlich, jedoch können sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, Obst- und Zierpflanzen sowie Grünflächen verursachen. Der Schädling befällt mehr als 400 verschiedene Wirtspflanzen.
Aus diesem Grund ist der Japankäfer meldepflichtig und wird österreichweit streng überwacht.
Besonders problematisch ist die Verbreitung des Käfers durch unbeabsichtigte Verschleppung mit Transportmitteln wie Autos, Lastkraftwagen oder Zügen. Die Käfer können sich dabei an Fahrzeugen festsetzen oder in Gepäck, Waren und Pflanzen mittransportiert werden. Achten Sie daher bitte darauf, dass Ihr Fahrzeug, Ihr Gepäck sowie mitgeführte Pflanzen nach Aufenthalten oder Reisen – insbesondere in betroffenen Gebieten Italiens und der Schweiz – frei von Käfern sind.
Bevölkerung um Mithilfe gebeten
Die Bevölkerung wird gebeten, auf verdächtige Käferfunde zu achten und diese umgehend dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst zu melden.

Alle Informationen zum Aussehen des Japankäfers finden Sie im Informationsblatt zum Download.
Meldungen an:
- E-Mail: landwirtschaft@vorarlberg.at
- Telefon: 05574 511 25105
- Meldeplattform der AGES: https://tforms.ages.at/japankaefer-meldungen
Was ist bei einem Verdachtsfund zu tun?
- Den Käfer möglichst einfangen und sicher aufbewahren (z. B. in einem verschlossenen Behälter im Tiefkühlfach).
- Ein möglichst scharfes Foto des Käfers machen.
- Fundort und Funddatum notieren.
- Die Meldung an den Pflanzenschutzdienst oder über die AGES-Plattform übermitteln.