Besuch des ukrainischen Botschafters im Leiblachtal

Der ukrainische Botschafter Dr. Vasyl Khymynets zu Besuch im Leiblachtal
Bürgermeister Nico Flachsenberger, Bürgermeister Lukas Greussing, zwei Vertreterinnen der ukrainischen Gemeinde in Vorarlberg, Bürgermeister Andreas Kresser, Botschafter Dr. Vasyl Khymynets, Bürgermeister Dr. Frank Matt, GR Judith Wellmann, GR Christophorus Schmid

Der ukrainische Botschafter in Österreich, Dr. Vasyl Khymynets, war am 10. April 2026 zu Gast in Lochau. Empfangen wurde er von den Bürgermeistern des Leiblachtals sowie Vertreter*innen des Lochauer Gemeindevorstands.

Der Besuch stand ganz im Zeichen der Wertschätzung und des Austauschs. Die Bürgermeister zeigten sich erfreut über den hohen Besuch und betonten, dass es eine große Ehre sei, den Botschafter willkommen zu heißen.

Dank und Anerkennung

Dr. Khymynets dankte den Gemeinden ausdrücklich für die bisher geleistete Unterstützung, die sowohl von Unternehmen als auch Privatpersonen geleistet wurde. Gerade zu Beginn des Krieges seien viele Hilfsgüter wie Lebensmittel, Kleidung und Hygieneartikel gesammelt und weitergeleitet worden. Der Botschafter berichtete, dass diese Hilfe bei den Menschen vor Ort ankomme und sehr geschätzt werde.

Blick in die Zukunft: Zusammenarbeit und Hilfe

Neben dem Dank blickte der Botschafter auch nach vorne. Er äußerte den Wunsch nach weiterer Unterstützung auf Gemeindeebene und regte an, bestehende Kontakte auszubauen. Dabei gehe es nicht nur um humanitäre Hilfe, sondern auch um wirtschaftliche und strategische Kooperationen für die Zukunft.

Insbesondere benötigt werden derzeit Fahrzeuge wie (in Österreich ausgediente) Feuerwehrautos, Krankenwagen und Pkw sowie medizinische Geräte und Pflegebetten.

Ein weiteres Anliegen des Botschafters war es, ukrainischen Kindern eine Auszeit vom Alltag des Krieges zu ermöglichen, etwa durch einen Ferienaufenthalt in Österreich.

Aktuelle Eindrücke aus der Ukraine

Dr. Khymynets schilderte eindrucksvoll, dass trotz großer Herausforderungen das gesellschaftliche Leben weitergehe. Die Menschen wollen arbeiten, ihre Städte am Leben halten und nach Möglichkeit Normalität bewahren. Auch Kulturveranstaltungen wie Theater oder Opern finden wieder statt, wenn auch unter besonderen Bedingungen.

Er berichtete zudem, dass wiederholt Politiker*innen, sowie Ärztinnen und Ärzte aus Österreich in der Ukraine seien, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Der persönliche Austausch sei dabei besonders wertvoll.

Zahlen zur aktuellen Situation

Der Botschafter informierte über die demografische Situation: In der Ukraine lebten vor Kriegsbeginn im Jahr 2022 etwa 44 Millionen Menschen. Wie viele das Land kriegsbedingt verlassen haben, lasse sich nur schätzen (circa 6 bis 8 Millionen). In Österreich verfügen aktuell rund 95.000 Personen über einen temporären Schutzstatus, in Vorarlberg sind dies etwa 3.000 Menschen.

Gemeinsames Bekenntnis zur Hilfe

Die Bürgermeister der Leiblachtalgemeinden – Andreas Kresser (Hörbranz), Nico Flachsenberger (Eichenberg), Lukas Greussing (Möggers) und Frank Matt (Lochau) – erklärten übereinstimmend ihre Bereitschaft, die Ukraine auch weiterhin zu unterstützen. Auch die anwesenden Vertreter*innen des Lochauer Gemeinderates, Vizebürgermeister Stephan Schnetzer, Christophorus Schmid, Petra Böck und Judith Wellmann, zeigten sich sehr interessiert. Besonders gut vorstellen können sie sich Initiativen wie Ferienaufenthalte für ukrainische Kinder oder den weiteren Ausbau persönlicher Kontakte.

Abschließend wurde betont, wie wichtig Gemeindepartnerschaften und persönliche Beziehungen für die Zukunft sind. Der Botschafter ermutigte dazu, direkt miteinander im Austausch zu bleiben und sicherte einen unkomplizierten Austausch mit der Botschaft zu.

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