Das Seehotel am Kaiserstrand eröffnet neu

Am Montag erwacht das Seehotel wieder zum Leben

„Nicht wiederzuerkennen“
Neue Einrichtung, neues Konzept, neue Eigentümer. „Man wird das Haus speziell hier im Erdgeschoss teilweise vielleicht gar nicht mehr wiedererkennen“, sagt Axel Pfefferkorn, der mit seiner peppercollection GmbH das Management übernommen hat. Seit März 2022 ist das Seehotel wieder zurück in Vorarlberger Händen. Der Umbau hat knapp neun Millionen Euro gekostet. Neben den Zimmern, der Haustechnik und der Tiefgarage wurden das Badehaus mit Café-Restaurant, die Terrasse, der Gastgarten und der Hotelpark auf Vordermann gebracht. Das Restaurant, das jetzt „vju“ heißt, hat einen zusätzlichen Eingang für externe Gäste bekommen. Beim neu errichteten Pavillon an der Promenade gibt es Getränke und Snacks zum Mitnehmen, auch die Eisdiele ist dort hingezogen. Ebenfalls neu ist die Rote Bar, die ab August am Freitag und Samstag geöffnet ist und zur In-Bar in der Region werden soll. An den Wänden hängen Bilder von Vorarlberger Künstlern. Im Hafen liegt ab sofort ein hauseigenes Boot mit zwölf Sitzplätzen, das von den Gästen gechartert werden kann. „Wir wollten nicht nur einfach aufsperren und es als Cashcow sehen. Uns war wichtig, dem Ort entsprechend Rechnung zu tragen“, unterstreicht der Unternehmer Gerhard Rauch, der das Hotel im Vorjahr gemeinsam mit den Immobilienentwicklern Hermann Metzler und Roland Pircher gekauft hat. Für letzteren ist es die zweite Eröffnung innerhalb von 13 Jahren. Pircher hat das Kasernenareal bereits 2005 mit einer heimischen Investorengesellschaft vom Bund gekauft und anschließend saniert. Zwei Jahre nach der Eröffnung und einem regen Direktorenwechsel wurde das Seehotel am Kaiserstrand 2012 an deutsche Investoren verkauft. Im November 2021 meldete die Betreibergesellschaft schließlich Konkurs an.

102 Zimmer
„Wir werden jetzt alle Bereiche wieder bespielen. Wir sind nicht nur für Hotelgäste offen, sondern für alle, die zu uns kommen wollen. Wir wollen zeigen, was Vorarlberger Gastlichkeit bedeutet“, ergänzt Axel Pfefferkorn. Die pepper-collection betreut bereits mehrere Hotels, Chalets und Apartmenthäuser am Arlberg. Mit dem Seehotel in Lochau kommen noch einmal 102 Zimmer dazu.

„Harakiri-Aktion
„Es ist ein riesiges Haus. Es wird nicht einfach, das Hotel von null auf hundert hochzufahren“, räumt der Lecher Hotelier ein. „Wir werden am Anfang ein bisschen bremsen. Das heißt der Gastgarten wird nicht die volle Größe haben, wir werden uns hier und da auch beim Gastronomiekonzept noch etwas zurückhalten.“ Dass die Eröffnung zwei Tage vor der Festspieleröffnung stattfindet, sei „eigentlich fast eine Harakiri-Aktion“, meint Pfefferkorn. Starthilfe sollen in der ersten Phase erfahrene pepper-collection- Mitarbeiter aus Lech und Warth geben. Die offizielle Eröffnung ist im Herbst geplant.

Quelle: Vorarlberger Nachrichten

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