Bahntrassenausbau: Bürgermeister-Initiative (IGUB) bekommt Unterstützung

Starker Zusammenhalt der Gemeinden

Die IGUB-Bürgermeister - hier bei der Gründung der Initiative im April 2022 - bekommen starken Rückenwind. v.l.n.r. Andreas Kresser, Hörbranz, Frank Matt, Lochau, Elmar Rhomberg, Lauterach, Christian Natter, Wolfurt, Michael Ritsch, Bregenz

Im April letzten Jahres haben sich die Bürgermeister der Stadt Bregenz und der Gemeinden Wolfurt, Lauterach, Lochau und Hörbranz zur „Interessensgemeinschaft Unterirdische Bahntrasse Großraum Bregenz“ (IGUB) zusammengeschlossen. Dieser Schritt war notwendig, um für den geplanten Bahntrassenausbau im unteren Rheintal und der anstehenden Trassen-Auswahl für das „Bahn-Zielnetz 2040“ die Kräfte der betroffenen Standortgemeinden zu bündeln.

Ein Jahr später erhält die Initiative starke Rückendeckung: Die Regionalplanungsgemeinschaft „Regio Bodensee“ mit 17 Vorarlberger Mitgliedsgemeinden tritt der IGUB bei und unterstützt deren Zielsetzung. Dies wurde bei der vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen. Die "Regionalplanungsgemeinschaft Bodensee-Bregenz" wurde 1976 mit dem Ziel gegründet, in bedeutsamen Belangen der Regionalentwicklung und Raumplanung zusammenzuarbeiten. Der Verein umfasst neben der Stadt Bregenz alle Gemeinden im Leiblachtal (Eichenberg, Hörbranz, Hohenweiler, Lochau und Möggers), Hofsteig (Bildstein, Buch, Hard, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt sowie die Nachbargemeinden Kennelbach und Langen) als auch das Rheindelta mit den Gemeinden Fußach, Gaißau und Höchst.

Interessensvertretung für ein Viertel der Bevölkerung

„Mit dem Beitritt der Regio-Bodensee zur IGUB-Initiative wird sichergestellt, dass die Gemeindeinteressen in raum- und städteplanerischer Hinsicht noch mehr Gewicht bekommen – immerhin vertreten diese Bürgermeister ein Viertel der Bevölkerung Vorarlbergs“, so der Vorsitzende der Regio Bodensee und Bürgermeister der Landeshauptstadt Bregenz Michael Ritsch

Nicht nur die Regio Bodensee-Gemeinden, sondern ganz Vorarlberg als prosperierender Lebensraum sowie starker Wirtschafts- und Tourismusstandort benötigt eine zukunftsfähige Bahninfrastruktur und eine grenzüberschreitende Anbindung an die Bahnnetze unserer Nachbarländer Schweiz und Deutschland. „Dies muss aber im Einklang mit unserem Lebensraum stattfinden und darf nicht die Lebensqualität sowie die gesamte Stadt- und Gemeindeplanung beeinträchtigen. Einen oberirdischen Ausbau wird es daher mit den Gemeinden nicht geben“, so Ritsch weiter. Ohne den gemeinsamen Druck der IGUB-Bürgermeister – und dies hinweg über alle Parteigrenzen – in Richtung Land, ÖBB und Bund würden wohl die notwendigen Bahntrassen einfach oberirdisch durch dicht besiedelte Lebensräume verlegt werden. „Wir werten es als Zwischenerfolg, dass das Land eingelenkt und unseren Vorschlag für einen gemeinsamen Prozess aufgenommen hat“, erklärt IGUB-Sprecher und Lauteracher Bürgermeister Elmar Rhomberg.

Quelle: REGIO Bodensee

Zurück